Ammendorf stärken

Das Netzwerk Süd in Halle forderte den Stadtrat Halle kürzlich auf, bei der bevorstehenden Entscheidung über Maßnahmen zur Aufwertung des Stadtteils Ammendorf den dokumentierten Bürgerwillen mit zu berücksichtigen. „Niemand wird den Bürgern plausibel erklären können, weshalb jetzt neu errichtete Gebäude leer stehen und bisher am Standort engagierte Unternehmen durch fragwürdige Entscheidungen unter Umständen vertrieben werden sollen. Durch eine Schwächung der Stadtteile wird die Innenstadt nicht gestärkt“, sagte Landtagsabgeordneter Thomas Keindorf (CDU), der das Netzwerk einst ins Leben gerufen hat. Hintergrund: Das Netzwerk Süd hat im September 2015 eine Unterschriften-Aktion für ein lebenswertes Ammendorf gestartet. Vorrangig in diesem Wohngebiet haben innerhalb von zwei Monaten 1.048 Bürger den Forderungskatalog unterschrieben. Von den Unterzeichnern wohnen 86 Prozent in Ammendorf/Radewell/Osendorf. Aber auch 25 Personen aus der Silberhöhe und 20 Personen aus der Innenstadt unterstützen die Ammendorfer Bevölkerung im Rahmen der Aktion. An einer im November 2017 innerhalb von fünf Tagen in Ammendorf durchgeführten Blitzumfrage äußerten sich 258 Personen zu noch fehlenden Angeboten am Nahversorgungszentrum. Dabei befürworteten 41 Prozent der Befragten die Ansiedlung von Gastronomie und 31 Prozent wünschten sich mehr Bekleidungsgeschäfte. Darüber hinaus vermissten vier Personen einen Erotik-Fachmarkt.