Beratung in Diakonie-Altenpflege

Die individuellen Wünsche und Bedürfnisse von Personen in ihrer letzten Lebensphase besprechen und die Frage nach dem „Wie“ des Alt-Werdens und Sterbens gemeinsam beantworten – das ist die Aufgabe von Diakonisse Schwester Andrea Steidl, die seit Anfang Oktober als Beraterin zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase in den Altenpflegeeinrichtungen des Diakoniewerks Halle tätig ist.

Dabei sprechen die Bewohner des „Johannes-Jänicke-Hauses“ und des „Mathilde-Tholuck-Hauses“ mit Schwester Andrea über ihre Behandlungswünsche in oder außerhalb der Pflegeeinrichtung. Dazu gehören Fragen, die oft nur im engsten Familienkreis besprochen werden: Wie will ich sterben? Möchte ich im Notfall reanimiert werden? Möchte ich in ein Krankenhaus verlegt werden? Soll alles medizinisch Mögliche getan werden, um mich am Leben zu erhalten? Wer soll benachrichtigt werden, wenn ich im Sterben liege? Nach Wunsch können an diesen Gesprächen auch Angehörige oder die Hausärztin der Bewohnerin teilnehmen. Schwester Andrea hält die gemeinsam gefundenen Antworten auf diese Fragen in einem individuellen Vorsorgeplan fest. Oft sind mehrere Gespräche nötig, um ein fertiges Dokument mit allen Wünschen der Pflegebedürftigen zu erstellen. Dieses kann auch später immer wieder angepasst werden.