Direkter Kontakt zu den Menschen

Ute Haupt bewirtet wieder beim Weihnachtsessen auf der Silberhöhe

Ute Haupt mag Menschen und kommuniziert gerne mit ihnen. Am liebsten vor Ort – dort, wo sie leben, arbeiten, wo ihre konkreten Fragen zur kommunalen Entwicklung entstehen und wo sie mit ihren alltäglichen Problemen klar kommen müssen. Die Geschäftsführerin der Fraktion Die Linke im halleschen Stadtrat wohnt seit vielen Jahren auf der Silberhöhe, kennt den Stadtteil wie ihre Westentasche, engagiert sich im „Forum Silberhöhe“ sowie in der Bürgerinitiative und hilft als Stadträtin, wo sie nur kann.

Und auch beim diesjährigen Weihnachtsessen in der Katholischen Gemeinde St. Marien (Brauhausstraße 10) am 25. Dezember bewirtet sie, gemeinsam mit Vertretern von Forum und BI, wieder von 12 bis 14 Uhr die Gäste: Alleinstehende und Menschen, denen es nicht so gut geht, dass sie sich einmal im Jahr ein angemessenes Festmahl leisten können.

Seit einigen Jahren kämen immer mehr Familien mit Kindern von der Silberhöhe zum Weihnachtsessen. Das bedrücke sie sehr, so die einstige Kindergärtnerin, die später noch einmal studierte und heute Kommunalpolitikerin mit Leib und Seele ist. Denn besonders lägen ihr die sozialen Themen am Herzen. So bringt sie in den Jugendhilfe-, den Sport-, den Sozial- und Gesundheits- sowie den Gleichstellungsausschuss, darüber hinaus in den HWG-Aufsichtsrat kontinuierlich unter anderem die „Dauerbrenner“ bezahlbare Mieten plus Mobilität, Halle-Pass-Weiterentwicklung oder Spiel- und Sportmöglichkeiten im Quartier ein.

Ute Haupt ist ein optimistischer Mensch. Sie will, am besten gemeinsam mit anderen, etwas für ihre Stadt sowie ihren Stadtteil erreichen. Dabei möchte sie authentisch sein. Und sie weiß auch die kleinen Erfolge zu würdigen, ohne die größere Schritte voran oft nicht möglich wären. Geprägt wurde sie in ihrer Motivation vor allem durch ihr tolerantes, humanistisches und liebevolles Elternhaus. Zudem könne sie mit ihrem Sohn Andreas über alles, was sie bewege, reden, so die lebensbejahende Hallenserin, die gern ihren Horizont erweitert. Er habe die Gabe, ihre Gedanken und Einschätzungen hin und wieder durch kluge Argumentation in eine andere Richtung zu lenken, was sie sehr an ihm schätze. Darüber hinaus findet die Literatur-Liebhaberin in ihrer kleinen Familie sowie in ihrem Freundeskreis aber auch die Entspannung, die Kraft und den Rückhalt, den sie für ihren Alltag braucht.

Sie kann und will keine Einzelkämpferin sein. „Ich finde es schön, wenn man mich auch mal an der Straßenbahnhaltestelle anspricht und fragt, wie der aktuelle Stand bei dieser oder jener städtischen Angelegenheit sei. Das zeugt von Vertrauen, und ich erhalte ein direktes Feedback für meine Arbeit, die ich sehr liebe. Ab und zu hagelt es da auch mal Kritik; aber das ist normal, damit muss man umzugehen lernen“, sagt die 60-Jährige selbstbewusst.

Dankbarkeit strahlt ihr indes fortwährend von den Menschen entgegen, die bei den durch Jürgen Schiller vor vielen Jahren initiierten Weihnachtsessen in der katholischen Gemeinde St. Marien Aufnahme finden. Denn so müssen sie sich zu den Festtagen nicht verschämt zurückziehen. Das Essen wird durch Spenden finanziert. An weihnachtlich gedeckten Tischen singen und essen jedes Mal 80 bis 100 Männer, Frauen und Kinder gemeinsam. Im Rahmen einer Tombola werden kleine Geschenke, die ebenfalls lokale Unternehmen plus Privatpersonen spenden, verlost. Das zumeist aus Rotkohl, Klößen und Geflügel sowie Dessert bestehende Mittagessen, das jedes Mal durch das Team von Meisterkoch Stephan Gerner gezaubert wird, ist gratis für die Silberhöher.

Die Einladungen werden erneut im „Blauen Elefanten“ (Anhalter Platz 1), in der „Schöpfkelle“ (Hanoier Straße 70) sowie bei der Caritas (Theodor-Weber-Straße 10) ausgegeben.
Spendenkonto Weihnachtsessen 2018: Bürgerinitiative Silberhöhe; Saalesparkasse – IBAN: DE 77 8005 3762 0385 2003 99. Auf Wunsch mit Spenden-Quittung.