Glückliche Gesichter als schönster Dank

Stadtwette der Tanzschule Eichelmann: 5207 Euro für Kinderkrebshilfe

Am letzten September-Wochenende hat die Tanzschule Eichelmann (Reilstraße 59) mal wieder einen Rekord gebrochen. Denn dem traditionsreichen Familienunternehmen in vierter Generation ist es im Rahmen des 25. Salzfestes gelungen, sage und schreibe 709 Paare aus nah und fern zu einer getanzten Stadtwette auf den halleschen Marktplatz zu locken. Die Paare wirbelten im Discofox bis zur Ulrichskirche, viele von ihnen im Look der 1970er Jahre. Das war eine fröhliche, vielfach wie lautstark mit Beifall bedachte kleine Sensation. Und die eingenommenen Startgelder in Höhe von 5207 Euro wurden eins zu eins dem Verein zur Förderung krebskranker Kinder Halle (Saale) gespendet.

Schon zum zweiten Mal seit 2016 rief die hallesche Tanzschule Eichelmann, die im Jahr 1932 gegründet wurde und bei der seitdem rund 100.000 Damen, Herren, Jugendliche und Kinder sowohl klassische als auch der jeweiligen Mode entsprechende Tänze erlernten, zu einem derartigen Rekordversuch auf. Vor drei Jahren kamen dabei beachtliche 502 Paare zusammen. Sogar ein gerade frisch im Stadthaus getrautes Ehepaar, so Seniorchef Dirk Eichelmann, habe sich den tanzbegeisterten Massen angeschlossen. Über mehr als tausend klatschende Hände waren die beiden denn auch sehr gerührt. Die Startgelder in Höhe von insgesamt 4.000 Euro übergab die Tanzschule damals bereits der Kinderkrebshilfe.

Zur diesjährigen Stadtwette konnte erneut jeder – egal wie alt, tanzerfahren und beweglich – mitmachen. Auch Rollstuhlfahrer waren wieder dabei. Die Teilnehmer der Tanzkurse bei den Eichelmanns hatten natürlich schon das ganze Jahr über für diesen Tag geübt. Von der Bühne aus wurden die Tanzschritte für den Discofox jedoch nochmals vorgeführt, so dass auch spontan Entschiedene ohne Vorkenntnisse mitmachen konnten.
Die Menschen strömten nicht nur aus Halle, sondern gleichfalls aus dem Saalekreis oder aus Querfurt zu diesem tollen Event herbei. Ganze Familien – von Urgroßeltern bis zum Kleinkind – tanzten über den Markt; der knapp einjährige Sohn von Juniorchef Marcus Eichelmann auf den Armen seiner Urgroßmutter Hannelore.

So spektakulär solch eine Mega-Tanzveranstaltung ist, so aufwändig ist sie freilich auch zu organisieren. Trotz allem bekräftigt Familie Eichelmann, dass ihnen dieses soziale Engagement eine tiefe Herzenssache sei. Man möchte etwas Gutes, Wichtiges, Sinnvolles für seine Heimatstadt tun. „Dafür bekommen wir glückliche Menschen zurück – sowohl auf dem Markt beim Tanzen als auch auf der Kinderkrebsstation des Uni-Klinikums Halle“, resümiert Dirk Eichelmann gerührt. Über den Verein zur Förderung krebskranker Kinder Halle (Saale) hinaus unterstützt die Tanzschule ebenfalls – maßgeblich durch die Spendenbereitschaft ihrer Kursteilnehmer – weitere soziale und kulturelle Einrichtungen finanziell. Zu nennen wären da beispielsweise der Zoo, das Stadtbad, der Volkspark oder die Kirche in Döblitz. Für den rekonstruierten Gänsebrunnen in Kröllwitz spendeten die passionierten Tänzer in diesem Jahr allein 1.000 Euro.

Sich gemeinsam einem wichtigen Kulturgut zu widmen, dabei Spaß zu haben, aber ebenso soziale Kompetenzen zu entwickeln und noch engagiert für seine Heimatstadt zu sein, scheint also bei der Tanzschule Eichelmann in wunderbarem Einklang zu sein – egal, ob jung oder alt, welcher sozialen Herkunft auch immer und tanzerfahren oder nicht.