Niedrigschwellig und kostenfrei

Sozialberatung und Selbsthilfe im „Café 22“ des AWO Regionalverbandes Halle-Merseburg

Im frischen und freundlich-farbigen Ambiente erstrahlt seit einiger Zeit das „Café 22“ des AWO Regionalverbandes Halle-Merseburg. Dieser geschützte Ort in der August-Bebel-Straße 22 bietet hilfesuchenden Menschen kostenfrei die Möglichkeit zur vertrauensvollen Sozialberatung sowie zum niedrigschwelligen Austausch bei Suchterkrankungen.

Ausschließlich ehrenamtliches, gut geschultes Personal widmet sich hier kompetent und einfühlsam den Problemen und Sorgen der Betroffenen beziehungsweise Angehörigen, die jederzeit, auch ohne Anmeldung, zu den jeweiligen Terminen kommen können.

Geschützter Ort: „Café 22“ in der August-Bebel-Straße 22. (Foto: Gabriele Bräunig)
Geschützter Ort: „Café 22“ in der August-Bebel-Straße 22. (Foto: Gabriele Bräunig)

In den 1990er Jahren startete das „Café 22“ bereits mit der Beratung von Arbeitslosen sowie deren Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen. Auch Selbsthilfegruppen fanden schon damals hier Raum zum Erfahrungsaustausch. Seit 2004 ist das Domizil nun in den Händen der Arbeiterwohlfahrt, zunächst noch agierend als AWO Kreisverband Halle. Die Beratung für Empfänger von Arbeitslosengeld I, Sozialhilfe plus Arbeitslosengeld II wurde nahtlos fortgeführt. Selbsthilfegruppen nutzten die Räumlichkeiten weiterhin. „Sogar Skat wurde vor Ort gespielt und man konnte sich Filme anschauen“, erinnert sich Kerstin Berger vom AWO Regionalverband. „Das Angebot sollte als ‚Café heute‘ weitergeführt werden, das die AWO zu der Zeit gerne übernommen hätte – was leider an den Kosten scheiterte“, so die Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Jeden Dienstag zwischen 16 und 17.30 Uhr trifft sich aktuell die Selbsthilfegruppe „Wasserfall“ (Suchtberatung) in der August-Bebel-Straße 22; von 17.30 bis 19 Uhr die Selbsthilfegruppe für die Angehörigen der Suchtkranken. Donnerstags zwischen 9 und 13 Uhr können sich Interessierte zur Sozialberatung einfinden. Und jeden Freitag von 19.15 bis 21 Uhr ist die CoDA-Gruppe für co-abhängige Angehörige suchterkrankter Menschen da.

Ein farbenfrohes Ambiente sorgt bei Sozialberatung und Austausch für eine gemütliche Atmosphäre. (Foto: Gabriele Bräunig)

Darüber hinaus bietet Amnesty International Halle mittwochs von 18 bis 20 Uhr einen Arabischkurs für Nicht-Muttersprachler an sowie jeden Donnerstag von 18 bis 20 Uhr einen Deutschkurs für Geflüchtete. Auch andere Gruppen, wie der Verein Friedenskreis, Youth for understanding, der Lamsa-Verein, die Jusos sowie diverse AWO-Gruppen, nutzen die Räume für ihre ehrenamtliche Tätigkeit.
Kerstin Berger verweist auf freie zeitliche Kapazitäten im „Café 22“ für zusätzliche Gruppen.

Interessenten können gern Kontakt zu ihr über das Internet aufnehmen: www.awo-halle-merseburg.de/angebote/projekte/cafe-22