Ritter, Mönche und allerhand Konflikte

Der historische Ursprung von Trotha

Trotha ist Ursitz und Ausgangspunkt eines alten Adelsgeschlechtes. Der Stammsitz derer von Trotha befand sich vermutlich auf dem Grundstück des (ehemaligen, Anm. d. Red.) „Kaffeegartens“ (Pfarrstraße). Große Kellergewölbe und alte Umfassungsmauern sprechen dafür.

Ausgangs des zwölften Jahrhunderts wird ein jüngerer Spross eines alten Dynastengeschlechtes, derer von Rebeningen (Röblingen), mit der Burg zu Trotha beliehen.

Die ununterbrochene Reihe der Generationen beginnt jedoch erst mit einem gewissen Wolf (1362). Er ist Stammvater der Herren zu Trotha. Nachdem das reich begüterte Kloster Neuwerk Grundbesitz in Trotha, unter anderem auch die Mühle (vor der Schleusenstraße stadtauswärts), geschenkt bekam, machte es dem Kastell den Zoll streitig, ließ ihn sich verleihen und nahm ihn weiter nördlich bei ihrer Mühle ab.

Der Konflikt zwischen den weltlichen und geistlichen Grundherren wird 1424 durch die Entscheidung des Erzbischofs zugunsten der Mönche beendet. Die Trothaer Ritter werden verdrängt und verkaufen ihren Besitz. Ihre bisherige Funktion, die Übernahme des Weggeleites gegen Zoll – der Schutz des Ortes vor Überfällen, erlischt damit. Die Herren von Trotha verlassen 1455 ihren uralten Stammsitz, ihr Geschlecht verzweigte sich, nachdem Trotha aufgegeben wurde.

Aus: „Trothaer Geschichte – Trothaer Geschichten“, Heft 1, 1995, herausgegeben von der Bürgerinitiative Gesundes Trotha