Schnelles Internet: Ausbau gestartet

Die Dölauer fühlten sich lange von schnellem Internet abgehängt: Zu viele verstreute Eigenheime, von denen nicht alle Bewohner modernsten Internet-Standard benötigen. Für versorgende Unternehmen ein Kostenfaktor. Aber hatte die Regierung nicht bereits vor zehn Jahren versprochen, dass „bald“ jedes noch so kleinste Dorf der Republik mit Hochleistungskabeln bestückt würde und für deutsche Schulen bis 2018 ein Datenvolumen von mindestens 30 Megabit (MB) je Klasse empfohlen? An der Grundschule Dölau ist das Internet noch immer bis zu hundert Mal langsamer.

In Dölau dauert es zum Teil eine halbe Stunde und länger, Daten per Mail zu verschicken oder aus dem Internet abzurufen. Manchmal klappt es gar nicht. Das ist besonders für Firmen geschäftsschädigend. Aber auch für die Versorgung privater Haushalte sowie die heutigen Anforderungen an eine gut vernetzte Schule ist es ein Armutszeugnis! Denn der Grundschule stehen insgesamt 15 Rechner zur Verfügung, die bisher allerdings nicht viel brachten – weder der Schulleitung noch den Schülern.

Deshalb rief der Förderverein der Grundschule Dölau im vergangenen Jahr eine Ini­tiative ins Leben, die sich für den Ausbau des Breitbandkabelnetzes im Stadtteil einsetzt. Private und unternehmerische Partner wurden mit ins Boot geholt. Vereinsvorsitzender Felix Berthelmann spricht von mehr als 800 Unterschriften für schnelleres Internet, die an die Stadtverwaltung weitergeleitet worden seien.

Nach länger währenden Verhandlungen mit der Kommune gelang es dem Förderverein der Grundschule nun, dass sich hier etwas tut. Inzwischen sind einzelne Straßen in Dölau an schnelleres Internet angeschlossen, weil sich besonders jüngere Leute mit den Zuständen nicht mehr abfinden wollten.

Anfang August startete zudem der Breitbandkabel-Ausbau mit dem Aushub der Kabelgräben an der Dölauer Grundschule. Die Lieskauer Firma Antec setzt die Versorgung mit dem Internetsignal in Dölau um. Der Förderverein hat in dem Unternehmen einen guten Partner gefunden, der ein offenes Ohr für die Wünsche der Dölauer hat. Im Stadtteil soll es nun zügig mit dem Ausbau des Glasfasernetzes vorangehen. Antec hatte bereits an diversen Stellen im Stadtteil auf eigene Kosten die infrastrukturellen Vorarbeiten ausgeführt sowie Kabelschränke errichtet.

In der Druckfassung unserer aktuellen „Treffpunkt Stadtteil“-Ausgabe enthält der letzte Absatz dieses Beitrages leider einen redaktionellen Fehler, auf den wir erst bei der Auslieferung der gedruckten Magazine aufmerksam worden. Dafür bitte wir um Entschuldigung! Für die Online-Veröffentlichung haben den fehlerhaften Absatz korrigiert.